Pressebericht
Michelau (kag) – Für die Country- und Westernfreunde aus Michelau war es der Höhepunkt in ihrer zehnjährigen Vereinsgeschichte. Mit der Kultband „Rapid Transit“ und den „Country-Stars“ feierten sie in der Samstagnacht in der Michelauer Angerturnhalle zusammen mit Freunden aus dem gesamten Nordbayerischen Raum ihr Country Festival 2006.
Mit viel Liebe hatte die Crew um Karl Hofmann die altehrwürdige Halle für das Großereignis vorbereitet. Die Flaggen der Südstaaten zierten die Galerie, eine Pergola aus massivem Holz vermittelte das Flair eines Country-Saloons, an der langen Bar gab´s die entsprechenden Alkoholika und im Bühnenbereich hatte man einen kompletten Planwagen nebst Feuerstelle und Kochtopf aufgebaut.
Doch das Highlight des Abends bildeten die beiden Country-Bands der Spitzenklasse. So war es den Michelauer Country- und Westernfreunden gelungen die legendäre „Rapid Transit“ nach zehn Jahren Bühnenabstinenz wieder ans Mikrophon zu locken, was von den von weit her angereisten Fans mit unverhohlener Begeisterung quittiert wurde.
Schon um 21 Uhr kochte der Saal nachdem „Rapid Transit“ mit ihrem Leadsänger Paul Kenney so richtig in Fahrt gekommen war. Der Bogen der Teufelsgeigerin Anette Heinrichs fetzte über die Saiten, Uwe Schindler ließ die Tasten seines Keyboards glühen und Dieter Burkhardt wirbelte an den Drums, dass den Fans Hören und Sehen verging.
Es war wie in alten Zeiten als die „Ghostriders“ über den nächtlichen Himmel zogen, die „Lousiana Saturday Night“ wieder lebendig wurde oder man verzückt dem „Summertime Blues“ lauschte. Die Band hatte nichts verlernt, im Gegenteil, und man kann nur hoffen, dass dieses Revival in Michelau keine Eintagsfliege war. Die unüberhörbaren Rufe nach einer Zugabe quittierte die Band mit dem Kultsong „Sweet Home Alabama“ und man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass „Rapid Transit“ der zweiten Band des Abends längst die Schau gestohlen hatte.
Die Pause des Bühnenumbaus nutzte der Vorsitzende der Country- und Westernfreunde Michelau, Karl Hofmann, um die angereisten Clubs vorzustellen. Ein Gastgeschenk gab es dabei für den civil War Reenator Club Lichtenfels, die Mountain Rebels aus Gestungshausen, den Country Stars Fanclub aus Erlangen, die White River Dancers aus Bayreuth, The Grizzlys aus Kitzingen, die Linedance Friends aus Bamberg, die Double Weed aus Neustadt, die White Wolf Dancers aus Bayreuth, die Country Kickers/Geyer Liners ais Bamberg, Terminal aus Nürnberg, die Vertreter des Horseman-Saloon aus Marktschorgast, die Hot Potatoe Stompers aus Bayreuth und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Meschenbach.
Auch die Main River Dancers aus Lichtenfels, die Dancing Boots aus Knetzgau, die Flying Boots aus Kastl/Weiden und die Mountian Lions aus Neustadt bei Coburg waren gekommen um das Country Festival in Michelau mitzufeiern.
Der großartige Auftritt von Rapid Transit hatte offensichtlich auch die Country Stars aus Erlangen inspiriert, ihr Bestes zu geben. Das Herzstück der Band, Belinda Gedler feierte mit ihre männlichen Gegenstück Bryan Van Way eine „Party for two“, lud zum „Tequilla Sunrise“ ein und animierte die Line Dancers vor der Bühne mit dem „Boot Scootin´ Boogie“ und „Don´t rock the jukebox“ zu faszinierenden Schrittfolgen.
Angesichts des großartigen Erfolgs der Michelauer Country-Nacht konnte man es leicht verschmerzen, dass am Nachmittag des gleichen Tages die 8. offene Ortsmeisterschaft im Hufeisenwerfen fast ein Opfer des stürmischen und regnerischen Wetters geworden wäre.
Sowohl im Damen- und Herren-Einzel als auch im Mannschaftswettbewerb wurden dabei die Ortsmeister ermittelt und auch wenn die Beteiligung insbesondere im Mannschaftswettbewerb zu wünschen übrig ließ gab es am Ende eine würdige Siegerehrung.
Den Titel im Herren-Einzel holte sich dabei Lorenz Stettner, gefolgt von Manfred Minschke, die damit auch der Mannschaft der Michelauer Schützengesellschaft zum Sieg in der Mannschaftswertung verhalfen. Den zweiten Platz musste sich dabei Manfred Minschke in der Einzelwertung mit dem punktgleichen Hilmar Aumüller teilen. Bei den Damen setzte sich dessen Ehefrau Rosi Aumüller gegen die übrigen weibliche Konkurrenz durch.

